Unsere Aktivitäten 2012









Am Ende des Jahres haben wir uns mit einem Brief an die HHLA&EUROGATE gewandt.
Hier der Inhalt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir sind ein Verein von und für Kraftfahrer. Unsere Mitglieder hier im Norden sind auch im Seecontainerverkehr tätig. In Gesprächen mit diesen Kollegen gab es immer wieder Hinweise auf starke Stauungen in der Containerabfertigung in ihrem Terminal zu Spitzenzeiten.
Diese Stauungen mögen vielerlei Gründe haben, die sich zum Teil aus den Arbeitsabläufen im Terminal ergeben können, oder auch auf tageszeitlich erhöhtes Abfertigungsaufkommen zurückzuführen sind.
Zusätzlich gibt es scheinbar noch einen wichtigen Punkt. Das eigenmächtige Nutzen der Abfertigungsspuren durch die Lkw-Fahrer über die Abfertigung hinaus als Parkraum, um die für Fahrer vorgeschriebenen Pausenzeiten einzuhalten!
Das mag von Ihnen im ersten Moment als nicht allzu relevant eingestuft werden. Wenn man aber einen Abfertigungszeitraum pro Spur und Container von ca. fünf Minuten zugrunde legt, der Lkw aber weitere fünfundzwanzig Minuten in der Spur verbleibt, um seine Pause zu vervollständigen wird schnell klar, welche Möglichkeiten da versperrt sind.
Die Abfertigungsspur ist für weitere fünf Abfertigungen blockiert. Wenn jetzt bei einer Fuhren - oder Blockabfertigung über dreissig oder mehr Spuren nur fünf davon blockiert sind, ergibt das ein stündliches Abfertigungsdefizit von fünfzig Container. Diese Rechnung lässt sich beliebig fortsetzen und zeigt auf, dass durch lenkendes Eingreifen weitere Kosten vermeidbar wären. Kosten, die ansonsten entstehen durch den Mehrbedarf von Abfertigungsspuren und auch den daraus resultierenden Platzbedarf. Flächen also, die gerade in Containerhäfen doch sehr wertvoll sind.

Wir haben darüber nachgedacht und einige Lösungsansätze zur Pausenproblematik ausgearbeitet. Die gehen über eine einfache Kampagne, die an die Vernunft und die Kollegialität der Fahrer untereinander appelliert, bis hin zu Schrankenlösungen direkt an den Fuhren/Blöcken. Gerne sind wir bereit, Ihnen bei einem persönlichem Gespräch unsere Ideen und Lösungsansätze darzulegen.

Für weitere Fragen und Informationen zu diesem Thema, steht Ihnen in unserem Verein Herr Horst Fritzsche zur Verfügung, erreichbar unter 0151/62608696 oder per e-mail h.fritzsche@gmx.de


Mit freundlichem Gruß

Thorsten Kulpa
KCD Region Nord


Mittlerweile hat die HHLA geantwortet und möchte zu Gesprächen über diese Problematik mit den Kollegen des Vereins zusammenkommen.

Wir werden hier weiter darüber berichten.





Da wir 2013 ein Wahljahr haben und die Parteien nun alle in den Wahlkampf gehen, haben wir uns mit einem Brief an Herrn Siegmar Gabriel gewandt. In diesem Brief haben wir einmal mehr unsere Mißstände aufgezählt und darum gebeten, dass man endlich einmal auch hier etwas unternimmt. Der Brief hier als pdf:

Brief an Siegmar Gabriel, SPD



Wir haben kurz vor Weihnachten dann die erste Antwort:

Antwort aus Berlin

Nach dieser Antwort haben wir auch schon das erste Telefongespräch mit dem Büro der Bundestagsabgeordneten gehabt, in dem uns versichert wurde, dass man sich dort nun erst einmal mit diesem Brief befassen wird und wir darauf auf jedenfall auch eine Reaktion bekommen werden.

Wir werden im neuen Jahr darüber weiter informieren.

Ingo Schulze





1. Jahreshauptversammlung
der KCD
in Mellendorf, am 24.11.2012

Tagesordnung:

Begrüßung der Mitglieder
kurzer Jahresrückblick
Entlastung des Kassenwartes
Neustrukturierung der Vorstandsarbeit
Bestätigung des Vorstandes
Anfragen und Anregungen
Allgemeine Diskussionsrunde

Beginn der Veranstaltung war um 16:00 Uhr.

– der erste Vorsitzende Ingo Schulze begrüßte die anwesenden Mitglieder und
– gab einen kurzen Rückblick auf die verschiedenen Aktionen der KCD seit der Gründung im letzten Jahr, vom Brief nach Brüssel, Betreff : E-Call, über die Teilnahme der KCD an verschiedenen, auch internationalen Aktionen, bis hin zur ersten eigenen Großveranstaltung, dem internationalen „Meeting“ in Lehre, im Sommer diesen Jahres.
– Anschließend gab die Kassenwartin Sylvia Steinbach-Schulze den Kassenbericht.
Die Mitglieder Peter Serve und Frau führten die Kassenprüfung durch. Die Kassenprüfung ergab, dass alle Belege vollständig vorhanden und alle Beträge korrekt verbucht sind, somit die Kassenwartin entlastet werden kann.
Die Kassenwartin wurde Einstimmig entlastet!
– Björn sagte, dass er mit der Art und Weise von Ralf's Vorstandsarbeit unzufrieden sei.
Die Problematik wurde ausgiebig diskutiert, mit dem Ergebnis, dass die Kommunikation innerhalb des Vorstandes, aber auch zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern verbessert werden muss!
Die Vorstandsarbeit wurde im Übrigen folgendermaßen verteilt:
Ingo und Stefan kümmern sich um die Politik, Horst gibt monatlich die Kutscherpost heraus, Sylvia organisiert alles die Starthilfe betreffende, Hans fertigt allgemeine Info's, Ralf organisiert alles Soziale, wie den DRK – Tag und ähnliche Aktionen.

– Der Vorstand wurde Einstimmig bestätigt!
Thorsten Kulpa, als Ansprechpartner der KCD – Region Nord, wurde als Beirat ebenfalls Einstimmig bestätigt!
– Es wurde Beschlossen :
Piratenpartei – die KCD halten zu politischen Parteien, wenn überhaupt, nur beratende Kontakte.
Arbeitskreise – sollen entstehen gegen Toilettengebühren und Gebühren für Waschgelegenheiten an Rastanlagen und Autohöfen ( Berufskraftfahrer betreffend )
Nachwuchsförderung – ein neuer Flyer soll entstehen ( Horst )
Forumsmitglieder sollen per PN angeschrieben werden, wegen einer Mitgliedschaft im Verein.
Wenn an die Politik Vorschläge oder Forderungen gerichtet werden, dann nur mit aufzeigen einer Alternative.

Ende des offiziellen Teils gegen 19:00 Uhr.

Für den Vorstand :
Hans-J.Lankau
(Schriftführer)





Freihafen Hamburg Zum 01.01.2013 ist der Hamburger Freihafen Geschichte. Das bedeutet für alle ein Umdenken in der täglichen Arbeit im Hamburger Hafen. Die Zollkontrollen fallen weg, das ehemalige Freihafenareal kann ohne Zollformalitäten genutzt werden. Auf den ersten Blick scheint es eine Vereinfachung zu bedenken. Doch steckt der Teufel im Detail, Importwaren müssen sofort zollamtlich behandelt werden, das heist sie müssen sofort zum freien Verkehr abgefertigt werden um aus Zollgut Freigut werden zu lassen. Oder sie werden mit Hilfe eines Zollversandscheins in ein offenes Zolllager überführt oder zu einen Selbstverzoller befördert werden. Das bedeutet, Stückgut Containerverladungen werden nur noch nach erfolgter Zollabfertigung ausgeliefert, es sei denn der Spediteur hat die Möglichkeit die Zollbehandlung selbst zu besorgen. Mit dem Wegfall der Freizone fallen auch Brückenscheine, Zwischenscheine und Statusbescheinigungen weg, die sonnst für das Überqueren der Köhlbrandbrücke, das Durchfahren des Freihafens oder das Be- und Entladen von Waren im Freihafen und gleichzeitiger Freigut mitfuhren........

Thorsten Kulpa


Die KCD e.V. haben zu diesem Thema eine offene Rubrik eingerichtet für Fahrer, die sich informieren möchten. Es gibt Ratschläge von Kollegen, die ständig im Hafen tätig sind und über dieses Thema hinreichend Auskunft geben können!
............Ingo Schulze





Die KCD hatten zu einem Mitgliedertreffen am 13.10.2012 im hohen Norden auf dem Autohof Tornesch aufgerufen. Das kann im Nachhinein als voller Erfolg gewertet werden.
Es wurde die Kraftfahrer-Clubs Deutschland e.V.- KCD-Region Nord gegründet. Als KCD Beirat also Vertreter und Ansprechpartner wurde im einfachen Wahlverfahren durch Handheben Thorsten Kulpa (Hamburg) gewählt,seine Stellvertreterin ist Monika Pickering(Schenefeld). Die Wahl wurde bestätigt durch die KCD-Vorstandsmitglieder Horst Fritzsche und Ralf Krähenberg. Thorsten und Monika wollen sich bei den Regionsmitgliedern noch mit einem persönlichen Schreiben vorstellen. Ab sofort habt ihr im Norden also einen Ansprechpartner direkt vor eurer Tür. Über Aktivitäten im Norden werdet ihr von Thorsten und Monika selbst benachrichtigt. Der Umweg über Königslutter entfällt somit.

Wir sind der Grundidee der KCD e.V. also wieder einen Schritt näher gekommen. Der gesamte Vorstand gratuliert den beiden zur Wahl und freut sich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit. ...........Horst Fritzsche





DRK-Aktionstag auf dem Aral-Autohof Tornesch

Die Kraftfahrer-Clubs Deutschlande.V. hatten in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz zu einem Erste-Hilfe-Tag eingeladen.

Am 13. Oktober 2012 trafen sich denn auch nicht nur Vereinsmitglieder im extra dafür bereitgestellten Restaurant des Autohofes, um ihre Kenntnisse in Erster Hilfe aufzufrischen.
Wer bis dahin dachte, er wüsste noch gut Bescheid, wurde schnell eines Besseren belehrt. Anneliese Tittel-Evers, seit vielen Jahren Ausbilderin beim Deutschen Roten Kreuz informierte über neue Maßnahmen bei der stabilen Seitenlage und wie man sich bei der Herz-Kreislauf-Wiederbelebung zu verhalten hat.
Sehr interessant war die Vorstellung von 2 Defibrilatoren und die Erklärung ihrer Bedienung.
Auch das richtige Anbringen von Verbänden und erste Maßnahmen bei Verbrennungen wurden als weitere Themen behandelt. Dabei wurde von den Teilnehmern immer wieder deutlich zum Ausdruck gebracht, wie sinnvoll und wichtig eine regelmäßige Schulung oder Auffrischung ist.

Einige gute Anregungen der Teilnehmer werden bei den nächsten Veranstaltungen in die Tat umgesetzt.
So soll unter anderem eine Rettungsmaßnahme direkt in einem LKW geprobt werden.

Nach der Veranstaltung erhielt jeder Teilnehmer eine Bescheinigung über die Teilnahme an dieser Fortbildungsmaßnahme.

Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei Frau Anneliese Tittel-Evers, die uns auch für die Zukunft ihre Unterstützung zugesichert hat.

Thorsten Kulpa





Am 24.September 2012 fand in Brüssel eine weitere Protestkundgebung gegen Sozialdumping statt. Organisiert war diese Veranstaltung von den Gewerkschaften Belgiens und den Niederlanden. Beteiligt waren auch die Owner Drivers United aus Belgien. Dem haben sich die CGT und Verdi angeschlossen.
Aber auch die KCD e.V. waren durch die Mitglieder Monika Pickering und Vorstandsmitglied Ralf Krähenberg vertreten.
Aus verschiedenen Teilen Belgiens fuhren LKW und PKW in einer Art Sternfahrt auf Brüssel zu. Es meldeten sich viele Sprecher zu Wort. Der Eu-Kommissar allerdings hüllte sich in Schweigen und war auch nicht bereit eine Fahrerdelegation zu empfangen.

Ingo Schulze








Gedanken zu der Protestdemonstration am 07.Juli 2012 in Braunschweig und zur Branchensituation allgemein

von Ingo Schulze, Vorstandsvorsitzender der KCD
Am 07.Juli 2012 fand in Braunschweig auf dem Autohof Lehre/Wendhausen das erste Meeting der Kraftfahrer-Clubs Deutschland e.V. statt. Es war ein internationales Meeting gegen Sozialdumping in der EU und eine Fortsetzung der Proteste, die in Antwerpen (Belgien) anfingen und in Middelfart (Dänemark) fortgesetzt wurden.
Durch die EU-Verordnung 1072/2009 ist es nun durch Transportfirmen der osteuropäischen EU-Staaten möglich, in allen EU-Staaten Transporte innerhalb der Länder durchzuführen (Kabotage), auch Bulgarien und Rumänien, die für besonders niedrige Löhne bekannt sind.
Oft auch unter Missachtung der EU-Verordnung 1071/2009 zum Verbot von“ Briefkastenfirmen“ werden osteuropäische Fahrer zu Lasten ihrer westeuropäischen Kollegen ausgenutzt und mit Niedriglöhnen ausgebeutet.
In Skandinavien haben Transportverbände ihre Regierungen aufgefordert, die Kabotage für mindestens 6 Monate, und wenn nötig, für weitere 6 Monate auszusetzen, da sich dort „Marktstörungen“, wie es in der Verordnung heißt, bemerkbar machen und empfindlich deren Transportwesen treffen. Gerade in Dänemark ist ein hoher Verlust an Arbeitsplätzen ( 8000!) von dänischen Fahrern zu verzeichnen. Aber auch in Norwegen geht der Inlandstransport durch eigene Unternehmen gravierend zurück.
Die norwegische Regierung war als erste Regierung in Europa bereit, sich mit Vertretern der Transportbranche an einen Tisch zu setzen. Erste Konsequenz: Verschärfung der Kontrollen zur Einhaltung der EU-Verordnung.
Nach Information der Norsk Yrkessjåfør Allianse will Norwegen ab 01.Januar 2013 die Kabotage- Verordnung vorerst aussetzen!
Die Proteste haben aber auch in den anderen westeuropäischen Ländern dafür gesorgt, dass Politiker aufmerksam wurden und sich zum Teil für die Transportbranche in den jeweiligen Ländern einsetzen, zum Beispiel in Dänemark und Belgien. Aber auch in Deutschland konnten wir uns erst einmal bei der SPD Gehör verschaffen. Allein das ist für uns doch schon ein Erfolg.

Leider aber konnten wir mit unserem Engagement nur sehr wenige Fahrer und Unternehmer mobilisieren und nach Braunschweig locken. Im Gegenteil: teilweise wurden die Macher und Organisatoren des Meetings und Teilnehmer an den anderen Meetings sogar böse angegriffen, auch sehr persönlich, was auf Unverständnis von unserer Seite stößt. Denn auch in Deutschland ist die Kabotage ein sehr akutes Thema und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Schauen wir doch nur mal in die Containerterminals in den Hafenstädten oder bei den großen Autoherstellern! Dort können die Transporte nicht mehr billig genug sein!
Sicher, noch haben genug deutsche Fahrer Arbeit. Aber die Löhne werden als Druckmittel weiterhin stagnieren! Nachwuchsmangel wird durch „europäische Freizügigkeit“ abgedeckt. Es scheint, dass Fahrer in Osteuropa zu Hauf auf der Straße sitzen. Somit besteht kein Grund, die Löhne zum Vorteil der Fahrer zu verändern.

Ob Unternehmer oder Fahrer in Deutschland, niemand sollte glauben, dass der „Kelch“, die Kabotage, an uns vorüber gehen wird. Wir sind schon mitten im Geschehen. Die Transportbranche in Deutschland ist groß, deshalb lässt es sich noch gut überspielen. Aber wie lange noch?
Schon der angebliche Fahrermangel ist hausgemacht, um anderes zu rechtfertigen. Lediglich der Nachwuchsmangel dürfte real sein. Denn wer, bei der heutigen Jugend, möchte denn für solche Löhne und solche Arbeitsverhältnisse diesen Job noch machen? Darüber sollten sich die Unternehmen mal reichlich Gedanken machen!
Wir haben uns als Verein „Nachwuchsförderung“ auf die Fahne geschrieben. Aber ohne Einsicht der Unternehmen und ohne vernünftige Tarifpolitik kämpfen auch wir hier gegen Windmühlen!
Die Transportbranche in Deutschland ist zu groß und zu zersplittert, auch die Fahrer, um einen gemeinsamen Protest gegen Unbilden durch Politik und Wirtschaft zu erreichen. Es wird, egal auf welcher Seite und für wen, von alten Strukturen nicht abgelassen und der Zeit angepasst, um für neue Ziele zu streiten.
Statistiker haben errechnet, dass heutige Löhne unter 10 Euro in ein paar Jahren dazu führen, dass Betreffende ihre Rente nicht ohne Harz4 zu beantragen, bestreiten können. Der deutsche Kraftfahrer liegt weit darunter.

Mindestlöhne, auch in anderen Branchen, die in Verhandlung stehen oder angestrebt werden, liegen am Existenzminimum und machen das Rentenproblem auch nicht besser. Da stellt sich die Frage, wer verhandelt so etwas? Können diese Leute nicht rechnen?
Mindestlöhne MÜSSEN so ausgehandelt werden, dass der Arbeitnehmer auch im Rentenalter OHNE Hartz4 oder andere Zuschüsse auskommen kann. Für alles andere kommt der Steuerzahler auf! Das kann kaum im Interesse der Gesellschaft sein.
Auf Grund der Lohnentwicklung in unserer Branche ist es dringend notwendig, dass auch bei uns endlich der Gesetzgeber einschreitet und sozial ausgewogene Mindestlöhne festlegt, die auch die Rente stabil tragen!
Dass die Sozialkassen leer sind, ist bei der Lohnentwicklung in sehr vielen Branchen in Deutschland kein Wunder! Wo nichts eingezahlt wird, kann man auch nichts entnehmen! Also ist auch hier wieder der Steuerzahler gefragt.
Es ist dringend ein Umdenken bei den Politikern notwendig, damit unsere nächste Generation nicht vor dem endgültigen finanziellen Chaos steht. Denn sie sind es, die für die Renten aufkommen müssen, die wir bei den derzeitigen Löhnen nicht einzahlen können, aber zum Leben brauchen werden!
Löhne, wie sie in der Metallbranche üblich sind, wären auch bei uns real, wenn man mal Entbehrung, Verantwortung, Konzentration, Arbeitsleistung und - stunden und Aufwand für den Job dagegen rechnet!

Die IG Metall trägt sich mit dem Gedanken, ebenfalls die Transportbranche zu vertreten (zu Mindes einen Teil davon). Vielleicht ist das gar kein schlechter Gedanke. Dann aber bitte ALLE!!! Denn noch mehr Spaltung der Branche können und wollen wir, bei Gott, nicht mehr!
Und erst, wenn wir in Deutschland eine vernünftige Tarifpolitik haben, gleiche Löhne für gleiche Arbeit in GANZ Deutschland, erst dann können wir uns den Forderungen der anderen westeuropäischen Länder anschließen und für in Westeuropa fahrende osteuropäische Kollegen gleiche Löhne für gleiche Arbeit fordern!
Wir müssen in Deutschland endlich begreifen, dass wir nicht mehr in den 60'ern leben! Wir müssen für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen und für eine bessere Tarifpolitik andere, NEUE Wege beschreiten, um etwas zu verändern. Wir sollten dabei Beispiele aus den anderen EU-Ländern nutzen. Aber wir müssen auch endlich begreifen, dass manch ein Kampf, wie hier um die Kabotage, nur mit den Unternehmern gemeinsam geht! Manche unserer Interessen sind eben nur mit den Unternehmern erreichbar, damit es uns auch gut oder besser geht!

Ein wichtiger Punkt in Deutschland ist , dass sich alle wieder organisieren. Dabei sollten die Organisationen und die Nichtorganisierten endlich aufhören, gegenseitig Vorhaltungen zu machen, was gestern war. Sie sollten einen Neubeginn ohne Wenn und Aber anstreben. In Norwegen, zum Beispiel, sind 98% der Fahrer organisiert und dem entsprechend auch die Unternehmer! Damit wird auf beiden Seiten ein gutes Verhandlungsgleichgewicht geschaffen.
Am 05. September wurden Vorstandsmitglieder von Marlene Volkers, Referentin Verdi Bundesverwaltung, zu einem unverbindlichen Gespräch nach Hannover eingeladen. Sie ist auch Verdi-Vertreterin in der International Transport Forderation (ITF) und der European Transport Forderation (ETF).
Des Weiteren waren zu diesem Gespräch anwesend: Martina Hradski, Verdi Wolfsburg, Achim Barchmann, Bundestagsabgeordneter der SPD, sowie sein Wissenschaftlicher Mitarbeiter Christian Hanke. Von unserem Vorstand waren Sylvia Steinbach- Schulze und ich, Ingo Schulze anwesend.
Es wurde festgestellt, dass Verdi und unser Verein im Grunde das gleiche Ziel haben aber verschiedene Wege gehen. Was kann man tun, um GEMEINSAM ans Ziel zu kommen. Aber, von Martina Hradski wurde auch ganz klar gesagt, für wen solle Verdi eintreten, wenn sich niemand organisieren will! Damit hat sie RECHT. Man könne auch TROTZ Tarifflucht der Arbeitgeber Veränderungen schaffen, aber eben nicht ohne Mitglieder.
An den Stammtischen der Autohöfe wird oft über die Erfolge der GDL gesprochen.
Die GDL hat ihre Forderungen aber nicht durchsetzen können, weil sie einen tollen Vorstand haben, nein, sondern weil ÜBER 90% der Lockführer organisiert sind!
Wir könnten also zu all den Stammtisch-Rednern jetzt sagen: Quatscht nicht, sondern MACHT! Organisiert Euch!
Der Gedanke eines einheitlichen Europa ist ein sehr guter Gedanke! Aber die „Wende“ , die Einheit Deutschlands hat uns gezeigt, dass es so, wie die Politiker es uns versprechen, nicht möglich ist. Denn dazu sind, im Gegensatz zur deutschen Einheit die Gegensätze der unterschiedlichen Nationen eindeutig noch größer! Selbst 23 Jahre nach der deutschen Einheit sind zum Beispiel Lohnunterschiede trotz versprochener „blühender Landschaften“ teilweise gravierend. Allein in unserer Branche zum Teil 1000 Euro! Wie soll es da erst in Europa werden?

Nutznießer sind doch einzig und allein Wirtschaft und Politik. Die Politik kann sich die Einheit als großen Erfolg auf die Fahne schreiben und die Wirtschaft „schöpft die Sahne“ ab. Dahin wo sie am billigsten produzieren können wandern sie ab, Beispiele gibt es derweil genug. Der Steuerzahler kommt für die Schäden auf: sinkende Löhne, weniger Rente, mehr Zuzahlungen bei sozialen Leistungen. Und jede Konjunkturschwankung fangen die Steuerzahler auch noch ab, siehe Bankenkrise!!! Milliarden an Steuern zur Rettung, weil Banker sich die Taschen vollgestopft haben!
Im Internet geht eine Karikatur um, in der es heißt: Armut ist keine Schande, sie ist deutsche Politik!
Ob es so ist, diese Antwort muss sich jeder selbst geben!
Am 24.September 2012 fand in Belgien ein weiterer Protest statt. Im Schneckentempo mit viel Lärm nach Brüssel, hieß es da. In Brüssel traten dann viele Redner ans Pult, die sich über die Gleichgültigkeit der EU-Politiker gegenüber der Transportbranche Luft machten. Auch hier war unser Verein mitvertreten!

Die politische Arbeit der Kraftfahrer-Clubs Deutschland e.V. ist nur ein Baustein von vielen, in der Vereinsarbeit. Wir werden uns in der Folge wieder mehr an die anderen heransetzen. Aber wir werden ihn nicht aus den Augen verlieren. Denn wer etwas in der Transportbranche in Deutschland verändern will, muss unweigerlich auch politisch tätig werden und bleiben.

Grußbotschaft zu unserem Meeting aus Polen

 

EUROTRANSPORT ONLINE zu Braunschweig


Ingo Schulze




Am 9.Juni 2012 fand in Middelfart, Dänemark, nach Antwerpen die 2.Folgeveranstaltung statt. Es waren Vertreter der dänischen Volksparteien anwesend, sowie des Unternehmerverbandes FDL aber auch, wie in Antwerpen, selbständige und angestellte Kraftfahrer aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Belgien, Holland und Deutschland. Hauptthema war neben der Kabotage diesmal auch die Machenschaften verschiedener Unternehmer betreffend Sozialdumping, sowie die Briefkastenfirmen. Diese dienen natürlicherweise eh nur der Steuerhinterziehung und/oder des Sozialbetruges.
Es kam hier sehr gut an, daß, per „W-Lan-Mikro“, auch der „gemeine“ Kraftfahrer an der Diskussion teilnehmen konnte.



Ingo Schulze, Sprecher der KCD e.V. in Middelfart


Rede in Middelfart von Ingo Schulze

Bilder zu Middelfart

Hans-Jürgen Lankau





Europa in Aufruhr!!!


Die Protestaktionen der europäischen Berufskraftfahrer nehmen Formen an !!!

Am 28. April 2012 fand – initiiert durch belgische Kraftfahrer und selbstfahrende Unternehmer - in Antwerpen die erste europäische Protestaktion von Kraftfahrern statt. Anwesend warenneben angestellten Fahrern auch selbstfahrende Unternehmer. So gesehen, war es die erste politische Veranstaltung dieser Art. Vertreten waren: Belgien, Holland, Norwegen, Schweden, Dänemark und Deutschland.

Hauptthema war die bessere – oder überhaupt die - Kontrolle der Kabotageregelung. Zu diesem und artverwandten Themen sprachen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und natürlich von Berufskraftfahrern. Nach Angaben der Veranstalter, waren ca. 800 Teilnehmer anwesend.



Bericht zu Antwerpen vom "Fernfahrer" 07/2012

Bilder zu Antwerpen

Hans-Jürgen Lankau





Im Februar hatten wir einen ersten kurzfristig einberufenen allgemeinen Stammtisch auf dem Autohof Lehre/Wendhausen an der A2.
Es hatte sich kurzfristig das NDR-Fernsehen bei uns angemeldet. Thema waren die Arbeits-und Lebensbedingungen der Kraftfahrer. Ganz spontan fanden sich auch schnell ein paar Vereinsmitglieder zusammen, die eine rege Diskussion entfachten. Hin und wieder kam eine Zwischenfrage der Reporter des NDR, um die Diskussion auch nicht zu sehr vom Thema abschweifen zu lassen, was ja bekanntlich in der "Hitze des Gefechts" ganz schnell mal geschied. Zur Sprache kamen die allgemein bekannten Mißstände, die wir hier deshalb nicht noch einmal aufzeichnen möchten.

Wegen einer "Panne" beim Zusammenschnitt im Studio musste dieser Stammtisch aber dann leider noch einmal wiederholt werden, was wir am Ende des Monats auch nachholten. Leider ging aber dabei die Spontanität des ersten Treffens verloren. Das Gespräch war gezwungener und kam nicht mehr so locker rüber.

Es sollte sich aber rausstellen, dass das auch nicht so wichtig war.
Die Reportage bestand aus drei Teilen. Der Hauptteil war, dass die Reporter einen Fahrer bei seiner Arbeit begleiteten. Der zweite Teil ein Gespräch mit Herrn Wandt vom BGL und der dritte Teil unser Stammtisch.
Die Reportage, so wie sie ausgestrahlt wurde, entfaltete sich dann zu einer "ONE-MAN-SHOW". Der Fahrer, der begleitet wurde, war ein KFG-Funktionär. Statt als Vorbild vor der Kamera zu wirken, vor allem da die Branche schon ein schlechtes Image hat, fuhr er dann ohne Gurt, telefonierte wärend der Fahrt, goss sich erstmal einen Kaffee ein.
Seine Ausführungen zu Be-und Entladungen bei Discountern klangen eher abgedroschen, da in Deutschland eh niemand gewillt ist, diese Zustände zu ändern. Am wenigsten die Betroffenen selbst!
Dass allerdings der Ton die Musik macht, haben diese Firmen in vielen Filialen bis heute nicht begriffen. Denn der Umgangston lässt nach wie vor zu wünschen übrig.
Trotz einer offensichtlichen gut inzinierten Selbstdarstellung müssen wir ihm zugestehen, dass er mit einer wehemenden Beständigkeit immer wieder dieses Thema aufgreift, obwohl er selbst bei den Fahrern schon nicht mehr damit ankommt. Leider!

Der Stammtisch jedenfalls ist in dieser Inzenierung völlig untergegangen. Waren es noch 20 Sekunden, die von 1,5 Stunden Drehzeit übrig blieben??? Die Enttäuschung stand den Beteiligten im Gesicht geschrieben, da sie Geld und Zeit für eine gute Sache investiert haben! Einige hatten eine Anfahrt von 1,5 Stunden.
 Mit solcher Art "Reportagen können und wollen wir uns nicht identifizieren!


............Ingo Schulze







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